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Weltweit geben Menschen 2007 5,4 Billionen Euro aus

08.03.2007

Die weltweiten Ausgaben für Reisen und Tourismus werden in diesem Jahr 5,4 Billionen Euro (7 Billionen US-Dollar) übersteigen und in den kommenden zehn Jahren auf mehr als 9,9 Billionen Euro (13 Billionen US-Dollar) klettern. Das geht aus der aktuellen Studie "2007 Travel & Tourism Satellite Accounting Research" hervor, die der World Travel & Tourism Council (WTTC) in Zusammenarbeit mit dem Management-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister Accenture erstellt hat.

Die Erhebung weist Reisen und Tourismus eine hohe Nachfrage mit einer jährlichen Steigerungsrate von 3,9 Prozent zu. Die Vorhersage geht kurz- und mittelfristig von reifem, aber beständigem Wachstum des globalen Reise- und Tourismus-Marktes aus. Im Mittel zwischen 2008 und 2017 von 4,3 Prozent jährlich. Durchgeführt wurde die Untersuchung vom Wirtschaftsforschungsinstitut Oxford Economic Forecasting (OEF). Die Ergebnisse offenbaren, dass sich die größten Reise- und Tourismus-Volkswirtschaften der Welt stabil in der Liste der gegenwärtigen Top-10 behaupten. Die Vereinigten Staaten belegen in diesem Jahr erneut den Spitzenplatz mit einer Nachfrage von 1289,3 Milliarden Euro (1689,3 Milliarden US-Dollar) im Bereich Reise und Tourismus.

In den kommenden zehn Jahren wird China beachtlich Boden gut machen. Das Land steht augenblicklich an dritter Position hinter Japan; die Studie sieht China bis zum Jahr 2017 auf Platz zwei. Dieses Wachstum wird von einem realen prozentualen Wachstum von 9,6 Prozent in den kommenden zehn Jahren getrieben. Aufmerken lässt die Russische Föderation, die bis zum Jahr 2017 Einzug in die Liste der Top-10-Nationen mit der größten Nachfrage halten wird. Bisher findet sich die Föderation nicht in dieser Liste. Die Besten der Besten - definiert als die Länder mit dem weltweit größten vorausgesagten Wachstum in den nächsten zehn Jahren - werden laut WTTC angeführt von Montenegro, China und Indien mit respektablen Wachstumsraten von zehn, 9,1 und 7,9 Prozent. Diese Länder tauchten stetig auch in den vergangenen vier Jahren auf den ersten drei Plätzen mit konsequentem Wachstum auf. Dieses Wachstum der dortigen Reise- und Tourismus-Industrie ist das Ergebnis strategischer Entwicklungsmaßnahmen und gezielter Investitionen.

Gleichzeitig konnten sich Länder wie die Demokratische Republik Kongo oder Tschad, die ebenfalls unter den Top-10 zu finden sind, auf ihren Plätzen durch starke Erholung ihrer Wirtschaft und deren Reise- und Tourismus-Aktivitäten behaupten. Ergänzt wird die Spitzengruppe der Länder mit dem weltweit größten Wachstum in der Reise- und Tourismusbranche von Kroatien, Rumänien und Namibia.

Zusammengefasst zeigt die Prognose für 2007 überall konsolidiertes Wachstum. Im Gegensatz zur abgeflachten Kurve in 2006 ist 2007 ein Jahr reiferen Wachstums. Auch weiterhin stehen die Zeichen auf gesundem und stabilem Wachstum. "Von dem prognostizierten Wachstum werden diejenigen Touristik-Unternehmen profitieren, denen eine ausgewogene Balance aus Kostenführerschaft und Innovation gelingt", sagt Guido Haarmann, Geschäftsführer im Bereich Travel & Transportation bei Accenture.
"Touristische Produkte sind zu oft Massenware und unterscheiden sich kaum voneinander. Nur diejenigen Unternehmen, die es schaffen, Urlaub auf den Leib zu schneidern, werden erfolgreich - nicht die, die lediglich Kosten reduzieren. Von besonderer Bedeutung ist es, "just in time" zu produzieren - erst und genau dann, wenn der Bedarf beim Reisenden entsteht. Denn der Kunde von morgen verlangt nach
individualisierten Lösungen und nicht nach Standard-Produkten. Voraussetzung für die erfolgreiche Beziehung zum touristischen Endkunden ist das meisterhafte Spiel auf der Klaviatur der Distributionskanäle." "Das kontinuierliche Nachfragewachstum in der Reise- und Tourismus - Industrie präsentiert ein noch nie da gewesenes dynamisches, herausforderndes Geschäftsumfeld", sagt WTTC-Präsident Jean-Claude Baumgarten.

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